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Voraussetzungen für die berufliche Tätigkeit als Pharma-Referent
Personen, die ein abgeschlossenes Hochschulstudium in den Fächern Biologie, Chemie, Biochemie, Medizin, Pharmazie oder Ernährungswissenschaft haben oder eine abgeschlossene Ausbildung als PTA oder MTA dürfen den Beruf des Pharmareferenten ohne weitere Zusatzqualifikation ausüben.
Für alle anderen ist die Ausbildung zum Geprüften Pharmareferenten notwendig. Sie ist eine berufliche Fortbildung in schulischer Form. Voraussetzung für die Teilnahme am Fortbildungsgang ist in der Regel:
- ein mittlerer Bildungsabschluss, eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung und eine mindestens dreijährige Berufspraxis oder
- die Hochschulreife (Abitur), eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung und eine einjährige Berufspraxis oder
- der Nachweis (durch Zeugnisse und andere Unterlagen) von Kenntnissen und Fertigkeiten, die die Zulassung zum Fortbildungsgang rechtfertigen.
Die Ausbildung beinhaltet in der Regel um die 1000 Unterrichtsstunden. Diese können sich – je nach Ausbildungsstätte – auf einen Zeitraum zwischen 3 und 12 Monaten bei Vollzeitform verteilen. Die Ausbildung ist auch in Form von Fernunterricht möglich.
Die Ausbildung umfasst folgende Lerninhalte:
- Allgemeine Grundlagen der Chemie und Physik
- Allgemeine Biologie
- Anatomie und Physiologie (u.a. Bewegungsapparat als funktionelle Einheit, Atmung, Blut, Lymphe, Herz, Blutkreislauf und Lymphsystem, Urogenitalsystem, Nervensystem, Sinnesorgane, Haut, Hormone)
- Allgemeine Pathologie (Aufgaben und Bedeutung der Pathologie, Entstehungsursachen von Zell- und Gewebeveränderungen, Entzündungen, Allergien, Geschwülsten u.ä.)
- Allgemeine medizinische Mikrobiologie und Parasitologie
- Biochemie
- Allgemeine Pharmakologie (u.a. Grundbegriffe, Wirkungen von Arzneimitteln, Prüfung der Arzneimittel an Mensch und Tier)
- Spezielle Pharmakologie mit den dazugehörenden Krankheiten und Krankheitsverläufen (u.a. Wirkungsweise verschiedener Arzneimittel und ihre therapeutische oder diagnostische Anwendung)
- Das Gesundheitswesen in Deutschland (u.a. öffentliches Gesundheitswesen, Standesorganisationen und deren Aufgaben, Krankenversicherungen, Krankenhauswesen)
- Struktur und Besonderheiten des Arzneimittelmarktes und der pharmazeutischen Verbände
- Rechtskunde
- Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Datenverarbeitung, Marketing
- Allgemeine Gesprächspsychologie mit Übungen (insbesondere berufsbezogene Kommunikation, Gesprächstechniken, Gesprächstraining).
Am Ende der Ausbildung steht die Abschlussprüfung (schriftlich und mündlich) vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer IHK.
Manche Pharmafirmen übernehmen die Ausbildungskosten zum gepr. Pharmareferenten während der Einstellung und bei Gehaltszahlung. Dafür muß der Neuling sich jedoch vertraglich verpflichten, die Ausbildungskosten anteilig zurückzuzahlen, falls er das Unternehmen frühzeitig verlässt.
Der Ausbildungskurs zum geprüften Pharmareferenten kostet ungefähr ab 4.000€ ohne Prüfungsgebühren und sonstige Nebenkosten (z.B. Übernachtungen, Fahrtkosten, etc.).
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